Garmin Edge 705
YES, I did it.
Nun habe ich doch ein Garmin. Einen Edge 705 obwohl ich die Garmin Lizenzpolitik verabscheue. Das ist einer der Gründe weswegen ich die ganzen Jahre Garmin gemieden habe und jedem davon abriet ein solches zu kaufen. Wer die Fahrrad- und Sportfunktionen, wie Herzfrequenzmessung und Trittfrequenzmessung und deren Auswertung am PC nicht benötigt, der hat genügend Alternativen die den Garmin Geräten überlegen oder zumindest Gleichwertig sind. Es gibt keinen Grund sich einen Dakota, Oregon oder Colorado zu kaufen. Sehr gute bzw. bessere Alternativen existieren .... (Stand: April 2010)
Bis für diejenigen, die mit dem Rad unterwegs sind. Denn für die Radler, egal ob MTB'ler oder Renn-/Touren-/Freizeitradler, gibt es kein Gerät, das dem Edge 705 momentan das Wasser reichen könnte. Besonders unter sportlichen Gesichtspunkten. Er hat die Herzfrequenzmessung und Trittfrequenzerfassung per ANT+, also per Funk, unter der Haube. Die barometische Höhenmessung mit automatischer Kalibrierung, wenn beim Einschalten ein Wegpunkt mit Höhenangabe im Umkreis von 30 Metern ist, setzt dem Ganzen ein Sahnehäubchen drauf.
Auf den ersten Blick fällt einem das kleine Display auf, wer den MyNav 600 Professionell in der Hand hatte, weiß wovon ich rede. Schon beim Auspacken fiel mir dann auch schon das geringe Gewicht auf. Meine Frau (sie kennt die Magellan GPS-Geräte und das MyNav 600) dachte zuerst ich würde gerade ein neues Mobiltelefon auspacken. Um es kurz zu machen .... ich befestigte den Halter mit den beiliegenden Kabelbindern am Vorbau meines Maleta Trekkingrades und dann noch der Trittfrequenz-/Geschwindigkeitssensor am Hinterbau. Ebenfalls mit Kabelbinder. Von einem guten Freund bekam ich den Tipp, am Geschwindigkeitssensor auf der Gummiseite noch ein doppelseitige Klebeband aufzukleben damit sich der Sensor nicht so schnell durch Erschütterungen verdreht. Dieser Tipp war Gold wert.
In der Zwischenzeit hatte ich die aktuell OSM von Raumbezug heruntergeladen. Diese dann noch eben auf den Edge 705 kopiert und ab ging die erste Ausfahrt mit dem Rad. Zeit zum Überfliegen der Kurzanleitung hatte ich auch noch.
Nach 65 Kilometern war ich dann mit einigen neuen und durchgehend positiven Erkenntnissen wieder zurück. Meine ersten Eindrücke
- Lesbarkeit der Daten bei ausgeschalteter Beleuchtung hervorragend (Gleichwertig mit eXplorist)
- Schneller Satellitenfix und guter Empfang
- Automatische Umstellung auf "Nachtdesign" (einstellbar) kann man die Tachodaten gut ablesen ohne den Augen große Helligkeitswechsel zuzumuten. Die Karte war dabei jedoch nicht besonders gut abzulesen. (Abenddämmerung)
- Umschaltung auf Kartenansicht mit großer Zoomstufe bei Abbiegeanweisungen ist sehr gut. Selbst komplizierte Richtungswechsel sind auf Anhieb verständlich und erkennbar.
Prompt habe ich natürlich während der Fahrt beim Gerät ungewollt ein Reset durchgeführt. Beim Drücken der "Mode"-Taste hatte ich durch eine Fahrbahnunebenheit zeitgleich noch die Taste "Lab" gedrückt. Bis ich realisierte das das Gerät nun aus ist .....
Auch muss ich mir nun angewöhnen die Start-Stop Taste zu drücken wenn ich eine Tour beginne und diese Aufzeichnen will. In diesem Fall hatte ich zum Glück noch meine Triton mit dabei, so das ich trotzdem einen vollständigen Track hatte.
Die Menüstruktur ist übersichtlich und man kommt schnell an die Option, die man einstellen möchte, wenn man weiß wo sich diese Option verbirgt. Am USB angeschlossen erscheint ein Wechseldatenträger bzw. zwei Wechseldatenträger wenn eine SD-Karte eingelegt ist. Super für Linuxuser! Hier können sich die Magellanleute und auch die Herrschaften von Giove noch ein paar Anregungen holen.
Soweit meine ersten Eindrücke vom Gerät.


