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Tourenbericht

Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg

17.06.2005 01:00:00 von Ralf Schmidt

Ein schöner Radweg mit Höhen und Tiefen

Wir fuhren diesen Radweg in entgegengesetzter Richtung

BachlaufEigentlich ist der Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg nur ca. 290 Kmlang. Wieso wir fast 100 Km mehr auf den Tachos hatten, können wir nurvermuten. Zum einen lag es daran, das er Radweg anscheinend von Kronauüber Bruchsal nach Bretten geführt wird, in unserer Karte jedoch dieRoute von Kronau nach Bretten über Östringen, Odenheim, Zaisenhaus undSteinenfels eingezeichnet ist. Dann hatten wir uns an einigen Stellenverfahren, da entweder Schilder fehlten oder mißverständlichaufgestellt Schilder waren bzw. wir die Richtungsweisung falschinterpretiert hatten. Insgesamt ist die Strecke mittelmäßig bis sehrschlecht ausgeschildert, jedenfalls für die Richtung vom Bodensee nachHeidelberg. Dennoch ist es eine sehenswerte, lohnende und schöne Route.Sie ist teilweise sehr anstregend zu fahren und nur für trainierteTourenfahrer geeignet.

1. Etappe

Markelfingen - Villingen/Schwenningen (ca. 107 Km)

Rückblick Richtung RadolfzellHeutemachten wir uns auf die erste Etappe desHeidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radwegs. Weißes Rad auf grünemHintergrund soll und den Weg weisen. Vom Bahnhof Radolfzell nachÜberlingen ging es auch. Das wars dann auch. Zusätzlich stellte ichfest, das die meine Karte (vom Aldi gekauft) mit der tatsächlichenRoute abwich. Also machten wir uns selbst auf nach Singen (Hohentwiel).Als wir in Singen Richtung Innenstadt fuhren um die Touristinfoaufzusuchen, entwickelte sich die Fahrt zum Höllentripp. UnbenutzbareRadwege mit riesigen Löchern und herausragende Baumwurzeln. Auf derStraße fahrend wurden wir mehrfach von Autofahrern angehupt und auchbeschimpft. Eine Dame der Touristinfo glänzte durch Unwissenheit. Dieandere Dame gab sich jedenfalls Mühe meine Nachfrage zu dem Radweg zubeantworten. Nie wieder Singen! Diese Stadt sollte man als Radfahrermeiden. Wir suchten uns den schnellsten Weg aus der Stadt und nachHilzingen. Das war über die B314, aber das war uns in diesem Fall egal.In Hilzingen fanden wir dann die Radweg-Beschilderung auch wieder. VonBüßlingen bis Tengen ging es dann über 4 Kilometer ständig mit ca. 6%Steigung einen Hügel hoch. Die gleichlange Abfahrt genossen wir genausowie die Aussicht über die Landschaft von Tengen. In einem Tal ging dannder Radweg weiter entland von Bahngleisen Richtung Blumberg. Kurzvorher biegt er ab nach Hondingen. Der anschließende Ort Fürstenbergbeendete die leichte aber ständige Steigung. Von hier konnten wirHüfingen und Donaueschingen schon sehen. In Donaueschingen muß manwieder aufpassen. Es gibt hier scheinbar 2 HSB Möglichkeiten. Wirfuhren jedenfalls einmal im Kreis. Danach verließen wir Donaueschingenüber die Hauptstraße. Am Ortsende folgten wir der BeschilderungRichtung Bad Dürrheim. Nach über 8 Km "Bodenwellen" fahren kamen wirüber Zollhaus nach Schwenningen. Hier wollten wir übernachten, wasfehlschlug. Nichts in unserer Preisklasse war zu bekommen. Daher wichenwir nach dem 8 Kilometer entfernter Villingen aus.

2. Etappe

Villingen - Nagold (ca. 104 Km)

Einladung Ortsfest in BetraHeute brechen wir erstmalwirklich früh auf. Es war um 8:00 Uhr. Wir fuhren wieder über Zollhausum uns diesmal die Neckarquelle anzusehen. Ein Spaziergänger machte vonuns schnell noch ein Foto und weiter ging es nach Schwenningen. Hierhaben wir dann den Radweg wieder aufgesucht, wo wir ihn gesternvelassen hatten. Lt. unserer Karte sollte es eine schöne Flachetapewerden. Denn der HSB und der Neckarradweg sollten zusammen verlaufen.In Deißingen jedoch war die Flachetappe zu ende. Jedoch fand ichendlich ein Geschäft das in der Lage war meine vollen Speicherkartender Digitalkamera auf eine CD zu brennen. Inhaber des gleichnamigenFernsehfachgeschäftes in Deißlingen. Nun konnte ich weitere Fotosdieser Tour machen. Danache führte uns der Weg weiter "auf und ab"vorbei an Rottweil über Dietingen, Böhringen, Harthausen. Imanschließenden Empfingen mußten wir einen elenden langen Anstieg hochbis zum Ortsende. Dort verließen wir ungewollt den Radweg wieder, weilhier ein Radweg begann und der HSB aber auf der Straße weiter ging.Dieser Fehler stellte sich nach einer kurzen steilen Abfahrt heraus.Wieder hoch wollten wir nicht mehr, also wählten wir den Weg nach Horbüber Betra zu nehmen. Auf der langen Abfahrt fragte ich mich, warum wirnicht den Neckarradweg gefahren sind. In Horb erwartete uns das gleichewie in Empfingen. Nur etwas steiler. Oben angekommen genossen wir nochden guten Ausblick über das Tal und die anderen Hügel. Dann fuhren wirwieder runter ins Tal um über Ober- und Untertalheim nach Gründingen zukommen. Von hier war es bis Nagold nur noch ein Katzensprung. EinePension war auch schnell gefunden. Im Lokal am Bahnhof aßen wir zuAbend. Große Menge, kleiner Preis und geschmeckt hat es auch noch. ImAnschließenden spaziergang konnten wir Nagold als kleine schnuckeligeaber moderne Stadt kennenlernen.

3. Etappe

Nagold - Odenheim (ca. 123 Km)

Zwischen Nagold und OdenheimHeute sollte es endlich mal eineFlachetappe werden. Bis Pforzheim war sie es auch. Wir fuhren immerentlang im schmalen Tal der Nagold. In Bad Liebenzell fanden wir keineH-S-B-Schilder erst wieder am Ortsausgang. Selbiges passierte uns inPforzheim. Wir fuhren hier durch die Fußgängerzone zum Bahnhof und dannweiter auf der B294 bis zur Bushaltestelle hinter der Autobahnauffahrt.An der Bushaltestelle verlief ein Bewirtschaftungsweg, der uns unterder B294 zu einer Mülldeponie brachte. Dort trafen wir auch wieder aufden Original H-S-B-Radweg Am Katharinen Hof vorbei kamen wir überNeulingen und Bauschlott nach Bretten. Hier hatten wir wieder selbigsProblem wie in Pforzheim. Wieder orientierten wir uns nach der Karte.Und diese zeigte uns einen Weg nach Knittlingen und Oberderdingen. Daaber eine Steigung über 7% eingetragen war wählten wir eine Abkürzungund fuhren direkt nach Oberderdingen. Hier fanden wir auch keineH-S-B-Radweg-Schilder. Also weiter nach Steinenfels irgendwann müssenwir ja wieder drauf stoßen. Das dem nicht so werden würde erfuhren wirerst einen Tag später. Von Steinenfels über Kürnbach nach Sulzfeld unddann nach Zaisenhausen. Hier wollten wir langsam anfangen uns eineUnterkunft zu suchen. Durch die ganze Hügel auf- und Abfahrtenverließen mich langsam meine Kräfte. In Gochsheim und Münzesheim warnicht ein Gasthof oder Pension in der wir hätten Übernachten können. InMenzingen gab es einen Pferdehof mit Übernachtungsmöglichkeit. Leiderwaren deren Besitzer außer Haus und keiner wußte wann sie zurückkehrten. Jedoch der freundlich Mann auf dem Hof meinte das in Odenheimauf jeden Fall was zu finden sei. Er begleitete uns ein Stück undzeigte uns den idyllischeren Weg als die Landstraße. so fuhren wirdurch ein Waldstück und mitten durch einen Golfplatz nach Odenheim.Hier fanden wir dann endlich unsere sehnlichst herbeigwünschte Pension.Schönes Zimmer und ein gutes Essen hatten wir auch noch. Mittlerweilestanden auf unseren Tachos schon 123 Kilometer.

4. Etappe

Odenheim - Heidelberg (ca. 60 Km)

Springbrunnen in HeidelbergAuf zur letzten Etappe. DasZiel Heidelberg ist nicht mehr weit. Kurz nach unserem Aufbruch kommtauch schon die erste Anhöhe die es zu bewältigen galt. Danach trafenwir in Östringen ein. Der Weg nach Kronau war auch nicht lang dafüraber flach und wir fuhren entlang eine Bundesstraße mit Berufsverkehr.In Kronau eintreffend sehen wir auch schon das H-S-B-Radweg-Schildwieder. Diesem folgtem wir mit Freude. Es geht in ein Waldgebiet, derWeg ist leicht abschüssig und schnurgerade. Hinter Langenbrücken wiederein H-S-B-Schild. Aber warum steht da Bruchsal drauf. Ein Blick in dieKarte. Dann kommt noch ein Radler vorbei den wir anhalten. Wir fahrenin die falsche Richtung. Die Ausschilderung des H-S-B-Radweges gehtüber Bruchsal nicht über Steinenfels und co. Kein Wunder warum wirhinter Bretten kein Schild mehr gesehen haben. Wir drehen um und fahrennun hoffentlich in die richtige Richtung. Wieder in Kronau sehen wirauch wo es lang nach St. Leon-Rot geht. Da wollen wir hin. Dort gibt eseinen recht großen Fahrradbekleidungsversandhändlerden wollten wir mal aufsuchen, welches wir auch ausgiebig genossen.Anschließend radelten wir auf dem Radweg weiter über Reilingen,Sandhausen ließen wir rechts liegen, nach Heidelberg. Die Fahrt durchdie Vororte waren recht ungewohnt. Zu sehr hatten wir uns in den 10Tagen an die kleinen Orten und den geringen Verkehr gewöhnt. InHeidelberg genossen wir ein leckeres Reisgericht und brachen dann auchschon auf Richtung Mannheim. Unser Mindestziel den H-S-B-Radweg zufahren war erreicht. Während des Essens haben wir uns für die Rückreiseper Bahn von Ludwigshafen aus entschieden. Den Bahnhof erreichten wir36 Km später am Nachmittag.

Danksagung:

Einen Dank möchte ich hier Herrn Jürgen Traber vondem Fernsehfachgschäft Fridolin Traber, Rottweiler Str. 30, 78652Deißlingen, aussprechen. Er brannte meine mittlerweile vollenSpeicherkarten auf CD. Ohne seinen netten Dienst hätte ich keineweiteren Bilder machen können.

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