Tourenbericht
Die Erft von der Mündung zur Quelle
06.06.2010 22:30:00 von Ralf Schmidt
Flußabwärts ist zu einfach
Daher wählten wir die Tour Richtung Quelle um die Erft näher zu erkunden. Den Abschnitt zwischen Kerpen und Erftstadt kennen wir zwar schon zur Genüge durch unsere AfterWorkTouren. Und den weiteren Verlauf bis nach Arloff kennen wir zwar auch schon durch unsere Tagestour zum Laguna Grill in Arloff, die wir schon ein paar mal fuhren, dennoch wollten wir den Rest der Erft erfahren. Das Wetter sollte uns nicht enttäuschen und die Strecke auch nicht.
1. Tag
Nach einem ausgiebigem Frühstück fuhren wir gegen halb 10 los. Mit Rückenwind kam wir auf dem Rheinradweg recht schnell voran. An den Fordwerken trafen wir auf einen weiteren Radler der den Weg Richtung Zons suchte. Durch die Erneuerung der Straße wurde die Neubeschilderung der "Erlebnisschiene Rheinradweg" vergessen. Da der Radler auch nicht gerade langsam unterwegs war passten wir unsere Geschwindigkeit seiner an und unterhielten uns währen der Fahrt. Er war schon 2 Stunden länger unterwegs als wir und kam von Lindlar. Gegen 11 Uhr waren wir hinter Dormagen wo unser Mitradler eine Pause einlegte und wir uns von ihm verabschiedeten. Weiter auf dem Damm waren schnell in Zons. Diesmal fuhren wir die Abkürzung weiter Richtung Stürzelberg und nicht wie sonst durch das Naturschutzgebiet "Zonser Grind". Das ersparte uns ca. 2 Kilometer. Nach Stürzelberg geht es ein Stück entlang der B9. Uedesheim ist ja nicht weit entfernt und die Fleher Brücke im Anschluss daran auch nicht. Die Hitze wurde größer denn es ging auf Mittag zu. Gegen 12 Uhr erreichten wir die Mündung der Erft in den Rhein. Hier legten wir eine größere Mittagspause ein und verzehrten unser Proviant. Dabei beobachteten wir "Erft-Rafter", die Erfter-River-Rafting Variante.
Gesättigt und voller Tatendrang machten wir uns nun auf den Erftradweg. Die Wege sind alle gute ausgebaut und sehr gut mit dem Rad fahrbar. Bäume entlang des Weges spendeten reichlich Schatten und Kühle, was uns sehr entgegen kam. In diesem Bereich ist der Weg auch recht beliebt, dann es war "guter Verkehr" unterwegs, obwohl es nur Samstag war. Kleine Orte wie Weckhoven und Wevelinghoven werden von dem Radweg nur tangiert. In Hülchrath und Grevenbroich dagegen wurden wir durch das Zentrum geführt. Hinter Grevenbroich verlief der Radweg fast ausschließlich nur an der Erft entlang. Keine Kreuzungen und kein Verkehr. So kamen wir sehr zügig voran. Bei Quadrath-Ichendorf sahen wir einen Biber schwimmend in der Erft. Es sollte nicht der Einzige bleiben. Bei Kerpen trafen wir dann auf eine ganze Biberfamilie. 5 Biber waren es insgesamt, die sich zeigten. Nachdem wir diese Familie beim putzen und schwimmen ein wenig beobachtet hatten, furhren wir weiter. Bis nach Erftstadt-Blessem waren es nur noch 7 km. Hier verließen wir die Erft. In Liblar gönnten wir uns noch ein leckeres Eis und radelten dann auf einem kurzen Weg wieder an den Rhein nach Hause. Nach 138 km waren wir wieder am Schokoladenmuseum.
2. Tag
Früh machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof Deutz/Messe. Von hier wollten wir um 09:15 Uhr losfahren bis nach Erftstadt und dort wieder auf den Erftradweg weiter zu Quelle zu fahren. Wir kamen auch rechtzeitig auf dem Bahnhof an und diesmal funktionierte der Fahrkartenkauf auch problemlos. Welch eine Überraschung. Zwei weitere sollten unnittelbar noch folgen. Auf dem Bahnsteig angekommen warteten wir auf den Zug. Plötzlich stand Gero neben uns. Er hatte meine Mail noch rechtzeitig bekommen, die ich über die Radlerfruen.de versendet hatte. Das war eine erfreuliche Überraschung. Nun warteten wir zur Dritt auf den Zug. Dieser kam dann endlich mit 20 Minuten Verspätung. Die Zeit bis nach Erftstadt verging dann allerdings recht schnell. Durch Liblar durch waren wir schnell wieder auf dem Erftradweg. Der Abschnitt zwischen Weilerwist und Derkum ist nicht berauschend zu fahren. Teilweise führt die Beschilderung über eine Kreisstraße, ein anderer Teil ist schlecht ausgebaut. So kam es auch, das wir wieder in Euskirchen Zentrum landeten obwohl ich diesmal drumherum fahren wollte. Eine Alternativstrecke über Kleinbüllesheim, Kuchenheim nach Stotzheim gibt es nämlich. Sie ist aber nicht beschildert. Schade. Dafür machten wir in Euskirchen eine kleine Snackpause bei einem auch in Köln beliebten Bäcker. Anschließend ging die Tour weiter und schnell waren wir wieder aus Euskirchen raus. Der Radweg wird momentan umgeleitet wegen einer Baustelle. Momentan kommt man, der Umleitung folgend, in Roitzheim wieder nahe an die Erft. Hinter Rheder ist der Wege wieder unmittelbar neben der Erft. So geht es weiter durch Kirspenich, Iversheim bis nach Bad Münstereifel. Die Beschilderung führte uns am Heino-Kaffee vorbei, wo sich gerade ein paar Imitatoren mit weißen Perücken versuchten. Wir fuhren weiter durch ein Stadttor und bogen links auf die Hauptstraße ein. Wären wir doch nur geradeaus gefahren. Die nächsten 5 Kilometer sind wir neben der recht viel befahrenen L165 auf dem Radweg gefahren. Am Lingscheiderhof bogen wir auf einen Wirtschaftsweg ab um dem Verkehr zu entgehen. Drei Kilometer hinter Schönau liegt dann auch schon die Erftquelle. Nun war die größere Pause angesagt zur Stärkung für den Heimweg.
Wir rollten den Weg wieder Richtung Bad Münstereifel, da wir nicht noch weiter über die Hügel fahren wollten. Am Kreisverkehr bei dem die L165 von Schönau auf B51 trifft gab es eine Gaststätte bei der wir dann einkehrten. Der Hunger war doch größer. Während des Essen kamen erste Regentropfen. Das steigerte sich soweit das wir im Gastraum gute 45 Minuten gewartet hatten bis der teilweise starke Regenschauer vorbei war. In dieser Zeit entwickelte Gero und Renate den Plan mit dem Zug wieder nach Hause zu fahren. Zum Glück hörte es auf zu Regnen und auf dem Weg zum Bahnhof überlegten es sich die Beiden anders. So rollten wir bergab bis Kirspenich den gleichen Weg den wir zuvor gefahren sind. Weiter zurück radelten wir über Kirchheim vorbei an Flamersheim bis Dom-Esch. Straßfeld und Heimerzheim waren die nächsten Orte die wir über Wirtschaftswege erreichten und in Waldorf kamen wir auf die Strecke die uns als Rhein-Gemüse-Runde bekannt ist. Am Militärring verabschiedete sich Gero der durch Marienburg seine Heimweg antrat, von uns. Die letzten Kilometer der fantastischen Tour haben wir dann auch noch unter die Räder bekommen. Heute haben wir 122 km zurück gelegt. Es war ein sehr abwechslungsreicher Tag.



























































