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Tourenbericht

Altmarkrundweg

27.07.2001 01:00:00 von Ralf Schmidt

Im Zickzackkurs durch die Altmark

1. Tag

Abfahrt in Gardelegen um 9:00 Uhr.

GedenksteinAuf dem Fahrradweg neben der B188 geht es entlang bis nach Solpke. In der Ortsmittebiegen wir nach rechts ab in die Weteritzer Heide. Der Weg hat Schlaglöcher und istleicht Ansteigend. Nach einer 90 Grad Rechtskurve geht es etwas steiler Bergauf. Weiles am Vortag regnete war der Boden aufgeweicht und die Fahrt wird jetzt schwieriger.Anschließend überqueren wir eine Landstraße und sind in Zichtau. Etwas verstecktfinden wir den Weg, der uns nach links über Felder weiter zum Eisernen Kreuz führt.Nach einer kleinen Rast fahren wir bergab durch den Klötzer Forst bis nach Klötze.Der Hauptstraße entlang fahrend und kurz vorm Ortsendeschild biegen wir nach links,vorbei an Pferdekoppeln, jetzt kommt wieder leichte Steigung. Im angrenzendenWald geht es wieder Bergab. Hier beginnt ein Naturlehrpfad, dem wir ein Stück langfolgen bis nach Quarnebeck. Hinter der Ortschaft beginnt eine herrliche Moorlandschaft,deren Radweg uns mittendurch führt. Über Tippigleben und Köckte geht es weiter durchdas Moor nach Mienenberg und dann links auf eine Landstraße, die wir dann schonnach 500 Metern rechts wieder verlassen. Am Vorflutgraben entlang, über einenBahnübergang erreichen wir Kunrau nach 64 Kilometern. Die erste Etappe istgeschafft und ein Hund bellt zur Begrüßung.

2. Tag

Kurz nach 9:00 Uhr verlassen wir die Pension

Feldwegund treten uns die ersten Meter durchden Ort in Richtung Steimke an. Rechts abbiegen, der guten Beschilderung des Radwegesnach und schon sind wir auf zwischen Feldern. Von unseren Gastgebern sind wirgewarnt worden; Der Weg ist schlecht, geht bergauf und ist lang. Baumaschinen,die die Wege ausbauen haben ihre Spuren hinterlassen. Knappe 7 Km lang holpern wirdurch Furchen und Pfützen. Kurz vor dem höchsten Punkt des Hügels knickt der Wegnach links ab nach Mellin. Hier ist die Welt wieder in Ordnung. Bis Mellin geht esdurch den Wald ein kurzes Stück über die Felder. Weiter bis Jübar über Groß Wismarund Neuenstall durchradeln wir weiter im Duft des Waldes. Ab Jübar fahren wir einewenig! befahrene Straße nach Bornsen, Drebbenstedt, Molmke bis durch nach Diesdorf.Kurz vor Diesdorf gibt es eine alte Windmühle und ein Freilichtmuseum bestehend aus12 Fachwerkhäusern. Von Diesdorf ausführt uns eine gut ausgebaute Landstraße weiternach Hohenstedt. Hier biegen wir links ab und rollen durch die wunderschöne fastunberührte Natur, die wir nur mit ein paar Kühen teilen müssen bis wir in Dähreankommen. Ein ausgeschilderter und geteerter Radweg verläuft parallel derKopfsteinpflasterstraße entlang. Dem holprigen Straßenbelag (Kopfsteinpflaster)in Tylsen können wir nicht ausweichen. Danach können wir unsere durchschütteltenKörper wieder bis zu unserem Etappenziel in Salzwedel auf gut ausgebauten Wegen"belohnen".

3. Tag

Pünktlich um 8:30 brechen wir auf.

Blick über die FelderDie Pension war nicht berauschend, es regnet und dazu ist es auch nochkühl. Wir verlassen Salzwedel in Richtung Ritze und müssen über eineEisenbahnbrücke, deren Zu- und Abfahrt aus Kopfsteinpflaster besteht.Der weitere Weg über Chüden nach Riebau ist dafür sehr gut befahrbar.In Riebau verlassen wir die Straße und fahren über Feldwege in den Waldvon Lange Heide Papendiek. Hinter dem kleinen Ort Michau geht es wiederweiter über die Felder nach Kaublitz undanschließend nach Schrampe. Hier biegen wir rechts auf die Landstraßeab nach Arendsee. Kurz vor den Ort Arendsee verlieren wir erstmals dieBeschilderung des Altmarkrundweges. Der Beschilderung folgend fahrenwir links Richtung See. Als wir keine weiteren Schilder finden richtenwir uns auf den Ort selbst aus und nehmen dann die Haupstraße durch denganzen Ort durch. Da es immer noch regnet ist uns die Lust aufFotografrieren ist uns vergangen. Ein Bild vom verregneten Arendsee mitschlechter Sicht und schon machen wir uns auf den Weg nach Ziemendorf.Das ist der nächste Ort auf unserer Karte. Und Unterwegs treffen wirwieder auf die Beschilderung des Altmarkrundweges. Der asphaltierteRadweg bis Ziemendorf ist einfach super.Von Ziememdorf aus nach Harperadeln wir neben der Kopfsteinpflasterstraße entlang. Weiter durch denWald bis wir auf die Straße nach Gollendorf treffen. Dieser folgen wirüber Drösede, Bömenzien und Aulosen nach Wanzer. Von Aulosen bisEickerhöfe ist der Elberadweg und der Altmarkrundweg identisch. Wirfreuen uns schon auf das Storchenreichste Dorf Sachsen-Anhalts ->Wahrenberg. Endlich hat es aufgehört zu regnen. Hinter Wahrenberg führtder Weg zwischen Wiesen und Feldern nach Losenrade, Beuster, Oberkampsnach Neuhof. Seit Losenrade haben wir wieder 100ige Luftfeuchtigkeit.Es regnet mehr als vorher. Hinter dem aus 3 Häusern bestehendem Neuhauskommen wir auf die Landstraße B190 die uns nach Seehausen führt.
Wir freuen uns nach 93 Kilometern Regenetappe endlich auf eine trockene Pension.

4. Tag

Heute verlassen wir die Pension bereits um 8:15 Uhr.

FeldwegDie zweite schlechte Unterkunft, es kann nur noch besser werden. Alsoraus aus Seehausen entlang der Haupstraße Richtung Behrend. Am Ortsendebiegen wir rechts ab über einen Bahnübergang. Weiter halb-links in denWald, die B 189 überquert und dann auf Katzenköpfen einen kleinen Hügelhoch. Auf einem guten Waldweg vorbei an den Förstergräbern und einemHundefriedhof über Drüsedau nach Polkern. Nach Polkern radeln wir einenleichten Anstieg in den Wald (Krumker Holz) hoch. Anschließend geht esabwärts einen stellenweise engen Waldweg entlang bis auf die KrumkerStraße, die uns nach links in den schönen Ort Osterburg führt. Hierverlieren wir am Kreisverkehr die Beschilderung. Dank der guten Kartedes BVA-Verlages hat die "Irrfahrt" am Bahnhof ein Ende. Neben denSchienen radeln wir einem Feldweg entlang bis zum Bahnübergang Düsedau.Wer 2 KM sparen will fährt geradeaus direkt nach Walsleben. Wir biegenlinks ab und fahren über Calberwisch und Uchtenhagen nach Walsleben.Auch der Weg weiter nach Rohrbeck und Iden ist gut zu beradeln.Verschiedene schlechte Straßebeläge führen uns nach Hindenburg. AbHohenberg-Kruse treffen wir wieder auf den Elbe-Rad-Weg. Der Weg nachSchwarzholz und Schwarzholz-Kirche bis nach Rosenhof ist gut befahrbar.In kleinen Orten dazwischen un in Büttnershof treffen wir immer wiederauf Kofpsteinpflasterstraße innerhalb des Ortes. Oft ist allerdingseine Fahrt über Gehsteige (Bürgersteige) möglich. Der Tourverlauf bisBerge verläuft auf einem Damm. Die Aussicht auf die Elbauen istfaszinierend. Von Berge nach Werben ist der Radweg aspahltiert undverläuft neben der Straße entlang. Kurz vor Werben biegen wir links abnach Räbel zur Autofähre. Auf 3 Km werden wir kräftig durchgeschüttelt.Nach der Überfahrt mit der Fähre ist die Straße bis HavelbergAsphaltiert und Ok. In Havelberg angekommen radeln wir fastausschließlich auf Katzenköpfen bis zu unserer Pension. Nach 75 Kmfreuen wir uns auf die Dusche.

5. Tag

Wieder brechen wir um 8:20 Uhr auf.

HaupstrasseDiesmal aber nicht weil es so schlecht war, sondern weil wir und guterholt hatten in der schönen Pension. Also wieder zurück über dieKatzenköpfe zur Ortsmitte und dann wieder zu der Kreuzung wo, wir denRundweg verlassen haben. (Der Rundweg führt nicht durch Havelbergdurch, sondern nur vorbei). Nach links rollend bewegen wir uns nachJederitz. Hinter Jederitz auf halber Höhe nach Kuhlhausen fahren wirauf dem Damm weiter durch die Havelauen nach Kamern. Über Kopfsteinegeht es durch Kamern durch in die Oberheide (Wald). Der leichtansteigende Waldweg ist holprig und sandig. Nach ca 7 Kilometerntreffen wir auf eine Landstraße. Links der Straße richtung Klietz istSperrgebiet der Bundeswehr. Die Straße ist fast neu und führt Bergab(treten mussten wir trotzdem). Von Klietz nach Wusterdamm gab es nurgute aspahltierte Wege bzw. Straßen. Kurz hinter Wusterdamm beginnt einkleiner Lehrpfad, dem wir ein Stück lang folgen. Weiter führt und dieBeschilderung über Straßen durch die Auen nach Wust und weiter überBriest nach Wulkow. Betonplatten leiten uns durch die Zollch Heide nachAltenklitsche. Ab hier radeln wir wieder über normal befahrbare Straßenund Radwege über Gussow Zabakuck. In Zabakuck ist der Radweg falschausgeschildert bzw. absolut mißverständlich. Hätten wir keine Kartegehabt….. Über Brettin und Roßkopf war es nicht mehr weit nach Genthin.Auch hier erwartete uns eine sehr schöne Pension.

6. Tag

Mit gemischten Gefühlen fahren wir heute um 8:30 Uhr los.

Blick auf FischbeckLaut Wetterbericht sollte es ab Mittag Gewitter und Regen geben. DerRadweg nach Mützel ist schnell gefungen und gut fahrbar. In Möllenbergfahren wir links ab Richtung B 107, die wir kurz danach überqueren.Durch den Wald der Grosse und Kleine Kienheide kommen wir nach Parchen.Am anderen Ortsausgang lenken wir nach rechts und radeln über guteFeld- und Waldwege bis nach Hohenseeden. Von hier an erwarteten unsgute und ebene Straßen. Vor allem fuhren hier wenig Autos lang. Daherging die Fahrt auch zügig von Hohenseeden über Güsen, Parey, Derben,Ferchand,Klietznick bis nach Jerichow. Für die Beschilderung undJerichow finde ich keine anständigen Worte. Entweder fehlten sie, warenausgeblichen und daher nicht lesbar, auf der falschen Straßenseite.keine Richtungspfeile und die Krönung war die Richtungsweisung auf dieAuen. Der folgten wir 4,5 Km bis wir am Ende des Betonplattenweges imGrünen auf den Wiesen standen. Wir mußten den gleichen Weg wiederzurück. Dann nahmen wir die Bundesstraße 107 bis nach Fischbeck. Ersthier sehen wir die Schilder des Altmarkweges wieder. Von Fischbeckführt ein sehr guter Radweg entlang der B 107 über die Elbbrücke nachTangermünde. Nach der Brückenabfahrt biegen wir links ab, um zusammenmit dem Elbe-Rad-Weg über Hämerten und Storkau nach Billberge undschließlich bis nach Arnburg zu kommen. Der Radweg verläuft teilweiseparallel zur Straße. Das kurze Stück von Arneburg nach Bürs ist nichtbesonders gut zu befahren. Dafür konnten wir wieder gute Feld- undWaldwege nach Wischer genießen. In Wischer biegen wir links ab, vorbeian einem Campingplatz mit einem schönem Badesee (ehehmalige Kiesgrube).Hinter dem Campingplatz verließen wir die Straße und radelten über guteWege nach Stendal. Um 14:30 Uhr kommen wir trocken an. Auch diesePension ist super.

7. Tag

Früh fahren wir heute los,

Schilder Waldlehrpfadum unserer Ziel in Gardelegen zu erreichen. Laut Karte sollen es 105Kilometer werden. Auch wollen wir die letzte Etappe genießen. Schnellhaben wir auch wieder den Radweg raus aus Stendal gefunden. Auf gutenStraßenbelag radeln wir über Welle nach Demker. Hinter Demker geht esdann wieder über die Felder und durch den Wald Richtung Weißewarte undBriest nach Tangerhütte. In Briest fahren wir den Naturlehrpfad nach,der uns über Steine, Pilze, Pflanzen, Tiere etc. informiert. Auf derHauptstraße durch Tangerhütte, an der Kirche rechts radeln wir weiterauf Feld- und Waldwegen über Schönwalde nach Stegelitz. Unserer Kartenach sollte hier der Weg links ab nach Schernebeck führen. DerAusschilderung nach sollen wir geradeaus nach Groß Schwarzlosen undLüderitz kommen. Wir folgen der Ausschilderung. Hinter Lüderitz folgenwir weiter den Wegweisern über Schleuß nach Brunkau und Vollenschiernach Staats. Die verschiedenen Straße und Wege sind gut fahrbar. ÜberBörgitz nach Uchtspringe trampeln wir weiter. In Uchtspringe rechtsabbiegen und vorbei am alten Bahnhof, hinauf (ca.7% Steigung 200 Meterlang) zur Brücke über die neuen ICE Bahntrasse und dann auf einer etwasunebenen Landstraße rollen wir weiter. Obwohl wir gerne weiter bergabgerollte wären, fahren wir links ab auf einen Waldweg, der uns nachTrüstedt bringt. Über Felder leicht abwärts nach Kloster Neuendorf bisZiemann haben wir fast schon Gardelegen erreicht. Nun entschlossen wiruns den Altmark-Radweg weiter zu fahren um von der anderen Seite nachGardelegen zu kommen. Die Wege über Lindenthal, Ipse, Ziepel bisWeteritz sind wieder teilweise sehr sandig. Kurz vor Weteritz biegenwir links, der Beschilderung folgend, ab und treten in die Pedaleentlang am Waldrand bis wir in Solpke rauskommen. In Solpkeunterqueren wir die ICE Strecke und fahren bis zur B 188. Von hierkennen wir den Weg zu unserem Auto schon. Der tolle Radweg zurück bisGardelegen ist eine Erholung für den ganzen Körper.
Nach 99 Kilometer sehen wir unser Auto wieder.

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