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Tagestourenbericht (Nachlese)

Milchstrassentour - Radioteleskop Effelsberg

20.06.2010 21:48:00 von Ralf Schmidt

Viel besser geht es fast nicht mehr

Als wir heute morgen losfuhren sah es so aus als würde es wieder regnen. Die Nacht über hatte es stellennweise heftig geregnet. Nun auf dem Weg zu Start in Wormersdorf bei Rheinbach sahen wir aufsteigende Feuchtigkeit. Den Parkplatz in Wormersdorf auf der Tomberger Straße haben wir schnell gefunden. Der Einstieg in die Tour war auch schnell erledigt. Ich hatte den Track vorher entsprechend angepasst.

Blick in die Eifel Richtung Todenfeld bezwangen wir die erstern Höhenmeter und anschließend auch den ersten schönen Downhill der östlich von Hilberath endete. Wie nach jedem Downhill wieder folgte wieder ein Uphill. Gut zu fahren über schönen aufgeweichten Waldboden bis an den Ortsrand von Hilberath. Dem Weg folgend kamen wir an einem Sperrgitter das lt. Schild immer schlossen werden sollte. Ein wenig später wußten wir auch warum. Nachdem wir ein bis 2 Kilometer weiter gefahren sind sah ich zu Zufall eine Bewegung im Unterholz des Waldes. Zuerst glaubte ich ein Reh gesehen zu haben und hielt an. Doch dann sah ich ein Frischling, dann noch eins ... 4 Stück insgesamt. Nun kam noch die Muttersau dazu und um die Wildschweinfamilie zu komplettieren kam noch der Keiler. Davon nicht genug, die Wildschweine liefen auch noch in Richtung des Forstweges, den wir weiter fahren wollten. Nach kurzem Überlegen haben wir entschlossen uns ruhig zu verhalten und zu warten. Als die letzte Sau den Weg passiert hatte, setzen wir uns etwas lauter unterhaltend wieder in Bewegung. Immer darauf achtend den Wildschweinen aus dem Weg zu gehen. In der Nähe von Unterkrälingen kam erneut ein Gatter ... Geschafft.

Wanderweg "Milchstrasse" zum zum Radioteleskop Kurz nachdem wir das Gehege verlassen hatten, kam der anstregendeste Teil. 4 Kilometer ging es auf matschigen Forstwegen nur bergauf bis nach Berg. Fast 200 Höhenmeter haben wir ohne Pause bewältigt. Das letzte Stück mussten wir die Räder schieben, der sehr schmale und steile Wanderweg hatte viel loses Gestein. Hunger kam mittlerweile auf und so waren wir froh in Berg ein Naturfreundehaus gefunden zu haben, wo wir noch eine "Tasse" Nudelsuppe serviert bekamen. Die "Tasse" ein gut gefüllte Suppenteller mit sehr leckerer hausgemachter Suppe. Zum Schluß noch einen Pott Kaffee für jeden und dann ging es weiter. Nach ein paar Höhenmeter kam dann auch ein weiterer kurzer Downhill. Nun führte uns der Weg über Feldwege vorbei an Scheuren und Houverath. Hier kamen wir auf die Landstraße der wir durch Kirchsahr bis kurz vor Binzenbach folgten. Hier beginnt die Milchstrasse, ein Wanderweg bis zum Radioteleskop auf dem Effelsberg. Über 2 Kilometer lang fuhren wir einen Trail, rechts steil bergauf, links steil bergab. Fast wie in den Alpen, aber halt nur fast. Obwohl der Weg keine 50 Meter am Radioteleskop vorbei führt hätten wir das Teleskop fast verpasst. Durch Baumstämme durch konnten wir den Sockel des Teleskopes bestaunen, welche Ausmasse das Bauwerk hat. Erst aus einiger Entfernung konnten wir das Teleskop dann in seinen ganzen Ausmassen sehen. Beeindruckendes Bauwerk und seiner Technik!

Trail nach Steinbachtalsperre Am Ende des Anstieges kamen wir in Scheuerheck heraus. Ddurch ein paar kleine Nebenstraßen durch und wir waren wieder auf einem Feldweg. Einfach nur Klasse, die Wegführung! Dann mussten wir ca. 200 Meter auf der L 234 fahren um wieder auf einen Forstweg zu kommen. Diesmal war es mehr eine Forstautobahn. Immer leicht bergab ging es Richtung Steinbachtalsperre. Die letzte 5 Kilometer bis zu Talsperre waren asphaltiert. Leider, aber so konnte wir unsere Durschnittsgeschwindigkeit erhöhen. Hat halt auch was für sich. An der Steinbachtalsperre gönnten wir uns ein Stück Kuchen. Den letzten Abschnitt nahmen wir gut gestärkt unter die Reifen. Kurz vor Loch mussten wir nochmals 200 Meter über eine Landstraße fahren. Danach bezwangen wir noch den Beuelskopf mit 291 M.ü.n.N. Ein schöner Trail brachte uns an den Schwanenweiher. Auf der andere Seite ging ein schöner Trail weiter vorbei am Inselweiher. Ein letztes Mal überquerten wir die L 492 um über weitere schöne Trail wieder zum Parkplatz zu kommen wo unser Auto stand.

Obwohl wir recht geschafft waren, ließen wir uns es nicht nehmen weitere 50 Höhenmeter zur Tomburg in Angriff zu nehmen. Die Aussicht von hier war aller Mühen wert.

Fazit:

Ein schöner Tag mit einer superschönen Strecke obwohl das Wetter anfangs nicht danach aussah.

Streckendaten:

Strecke: 67 Km
Fahrzeit: 5 Std. 34 Min
Höhenmeter: 1400 Hm
Durchschnitt: 13 Km/h

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