Tagestourenbericht (Nachlese)
Türkische Grill Leckereien in Arloff
08.11.2009 18:50:00 von Ralf Schmidt
Kirspenich hat keine Gastronomie mehr
Kurz nach 9 Uhr kamen wir zur Drehbrücke am Schokolademuseum. Der Blick auf den Treffpunkt war recht interessant. Direkt vor der Brücke standen 2 Brompton Fahrer (Iris und Gero) und 30 Meter weiter rechts (kurz vorm Tauzieher) stand Frank und winkte uns schon zu. Nachdem wir alle miteinander bekannt machten, ein paar Fotos schossen, fuhren wir pünktlich los. Wir waren komplett, keine weiteren Anmeldungen lagen vor. An der Rodenkirchener Brücke warteten wir geduldig das es 9:34 Uhr wurde und dann ging es los.
Wir fuhren durch den Hahnwald, überquerten die Bonner Landstraße und ignorierten die Baustellensperrung der Hahnenstraße um die Unterführung nach Rondorf zu nutzen. Danach kamen wir nach Immendorf und bogen rechts auf die Zaunhofstraße (K15). Nachdem wir ca. 100 Meter auf der K15 gefahren sind, empfahl uns Gero (er kennt sich hier aus) nach links auf einen Feldweg zu fahren. Dieser Weg entwickelte sich 50 Meter später zu einem matschigen Weg. Im weitere Verlauf wurde aus diesem Weg (ich nenne ihn mal so) ein Nichts. Zwischen Ackerbau und hochgewachsenem Gras schoben fast alle die Räder. Der erstbeste befahrbare Weg war dann die Erlösung um wieder auf die K15 zu kommen. Dort befreite Frank erst einmal sein Fahrrad vom Schlamm auf der Felge. Für den weiteren Tourverlauf war ich gewarnt, Feldwege anzufahren. Ich war schon gespannt wie sich der Erftradweg präsentierte.
Nachdem Exkurs über den Acker fuhren wir weiter zum Schloß Falkenlust und dann über Wirtschaftswege nach Walberberg. Nun kam die 2. Hausforderung für die Brompton Fahrer. Der Anstieg hinauf in den Kottenforst. Dieser hatte ca. 8 % Steigung, in der Spitze jedoch ca. 15% über 50 Meter länge. Für Gero und Iris war das schon eine ganz schöne Anstregung. Oben angekommen machten wir dann eine erste Bananen- und Trinkpause.
Am anderen Ende des sich noch in den schönsten herbstfarben präsentierenden Kottoenforst besichtigten wir den Swissturm. Danach kam eine kurze rasante Abfahrt, nach der Swistüberquerung bogen wir rechts ab Richtung Erftradweg. Diesem folgten wir bis nach Euskirchen. Unterwegs sahen wir erste Bemühungen die Erft wohl wieder zu renaturalisieren. Die Wegebeschaffenheit war in Ordnung, wenn man bedenkt das es mehrere Tage vorher öfters mal länger regnete. In Euskirchen suchten wir ein Kiosk, damit Gero seinen Getränkevorrat auffüllen konnte. Das stellte sich als schwierig heraus. Schließlich bekam er Gewünschtes bei einer "Discounter Brotback Kette". Wir verließen Euskirchen auf dem kürzesten Weg nach Stotzheim um kurz darauf auch Rheder zu passieren. In Kreuzweingarten folgten wir (Gero, Frank und ich) dem Radwegeschild nach links über die Bahnschienen. Die Frauen fuhren (wahrscheinlich im tiefen Gespräch versunken) gerade aus auf die Hauptstrasse. Wir warteten am Bahndamm. Meine Vorahnung ließ mich zurück fahren um an der Hauptstraße nachzusehen. Dort konnte ich beider wieder einsammeln. Entlang der Bahnschienen ist ein schöner Radweg, der uns nach Kirspenich brachte. Ich musste schnell feststellen, das es keine Beschilderung der 2, mir bekannten, Gastbetriebe mehr gibt. Also fragten wir einen Passanten und erfuhren, das aus beiden Betrieben Wohnungen gemacht wurden. Der nette Passant empfahl uns weiter nach Arloff zu fahren. Zum "Laguna Grill". Dort sollte es reichlichhaltiges und gutes Essen geben. Auch preiswert sollte es sein.
So war es auch. Leckeren Döner aus Kalbfleisch mit Salat. Frank hatte sich den kompletten Teller bestellt und Renate den Kinderteller. Wobei der Kinderteller für 2 Kinder gereicht hätte. Preiswert und gemütlich war es ebenfalls in der Gaststätte, auch wenn der Name einen Imbiß vermuten lässt. Im Sommer kann man sein Essen in einem kleinen Gartenbereich im Hof geniessen.
Den Rückweg traten über die Hardtburg an. Dort ließen wir es uns nicht nehmen in einen engen ausgehölten Baum zu zwängen und ein paar Bilder zu machen. Am Ende des Waldes, der die Hardtburg umgibt, bekamen wir einen herrlichen Ausblick über die Felder. Am Horizont konnten wir das Werk in Hürth Knapsack sehen, sowie das Kraftwerk in Garzweiler. Die asphaltierten Feldwege, die abschüssig waren und ein leichter Rückenwind ließen uns locker an die 30 km/h fahren. So waren wir schnell an Flamersheim und Kuchenheim vorbei in Dom Esch, das wir durchquerten. Kurz danach folgte Heimerzheim, in Hemmerich kommt dann die Abfahrt mit 12% Gefälle nach Waldorf. Hinter Sechtem verabschiedeten wir Frank, der seinen Heimweg nach Hürth antrat. Die Strecke weiter nach Berzdorf verging wie im Fluge. Langsam verschwand die Sonne und es wurde kühler. Über die Rodenkirchener Strasse verliessen wir Berzdorf, an derem Ende fuhren wir rechts ab zur Kiesgrube. Diese umfuhren wir und kamen wieder in Immendorf heraus. Nun radelten wir, um nicht wieder durch die Baustelle zu müssen, über den Kiesgrubenweg auf die Bonner Landstraße weiter zum Hahnwald. Iris bemerkte das hier die Leute viel Geld haben, aber Wenige davon habe auch geschmack. Den "Forstbotanischen Garten" ließen wir links liegen und legten die restlichen Kilometer auf der Straße durch Rodenkirchen zuurück. Am Rhein ließen wir die schöne Tour langsam ausklingen und freuten uns über eine schönen Tour bei herrlichem Wetter. Die Sonne lächelte uns während der Tour fast ununterbrochen an. Der Wind hatte heute seinen freien Tag.
Gegen 17 Uhr, am Schokolademuseum verabschiedeten wir uns. Gero bekam zu allem Überfluss noch einen Plattfuss. Hoffentlich hat er es noch geschafft, gut nach Hause zu kommen.
Streckendaten:
Strecke: 110 Km
Fahrzeit: 5 Std. 57 Min
Höhenmeter: 390 Hm
Durchschnitt: 19 Km/h














































